Schleier und Flecken auf den Marken der Ausgabe Hradschin
Schleier und Flecken zählen zu den Druckfehlern. Alle Druckfehler haben ihre Ursache in der unsachgemäßen Bedienung und Handhabung der Druckmaschinen – sie sind also zufällig und werden nicht zur Gruppe der Plattenfehler gezählt.
Schleier und Lichtstellen werden durch einen Fremdkörper verursacht, der während des Druckes auf die Druckplatte gelangte. Auf der Platte hielt er sich jedoch nicht, und beim Abfallen nahm er auch die Farbschicht mit – an der betreffenden Stelle des Bogens entstand eine Stelle mit blassem und schwachem Druck.
Weiße oder farbige Flecken entstehen, wenn sich ein Fremdkörper auf der Druckplatte festsetzt. Durch den Druck der Maschine wird er in die Platte gepresst und verdeckt einen Teil der Zeichnung oder stößt die Druckfarbe ab.
Die erste Monographie der tschechoslowakischen Briefmarken erwähnt diese farbigen und weißen Flecken:
- 1h – in der rechten Taube – 98/1
- 1h – zwischen SKO–SLO – 10/2
- 5h (hellgrün) – über dem Strauch, hochstehend – 46/1 (sog. „Traube“)
- 5h (hellgrün) – über dem Strauch, längs – 27/2 (sog. „Zeppelin“)
- 5h (hellgrün) – hinter der Ziffer 5 – 61/1, 71/1
- 30h (gelboliv) – am unteren Rand des Wertschildes – 91/2
- 120h – in den rechten Blättern – 6/2
- 300h – astförmig durch den Strauch – 97/1
- 400h – auf der Kuppel des Doms – 6/1
- 400h – über dem Strauch – 58/1
- 400h – links unter dem Wertschild – 36/2
Und was Sie in der Monographie nicht finden: 100h – im Wertschild und über dem Strauch – 60/2.





Beim Studium der Marken im Zuge der Plattenrekonstruktionen bin ich auf eine große Zahl größerer und kleinerer Lichtstellen gestoßen. Nach und nach möchte ich ihre Beschreibung auf der Website unterbringen. Begonnen habe ich mit meinem Lieblingswert, der 15h (POFIS Nr. 7), bei der besonders die erste und die zweite Druckplatte eine Goldgrube für Lichtstellen sind.
„Hromovky“!
Gesucht sind auch Marken, bei denen verschiedene Bänder und Schnüre auf die Druckplatte gelangt sind. Diese Fehler werden „hromovka“ (Blitz) oder „provázek“ (Schnur) genannt.

Verwendete Literatur: Monographie der tschechoslowakischen Briefmarken Nr. 1