Hradschin 15h — ziegelrot

Der variantenreichste Wert der ersten tschechoslowakischen Briefmarkenausgabe. Sieben Druckplatten, fünf katalogisierte Farbtöne, acht Varianten der amtlichen Zähnung — ein Paradies für Spezialisten.

POFIS 7Michel 26 5. Zeichnung erschienen am 7. 6. 1919

Hradschin 15h
7Druckplatten
5Katalog-Farbtöne
8Zähnungsvarianten
112,5 Mio.Gesamtauflage

Grunddaten

Erschienen7. 6. 1919
Zeichnungfünfte Zeichnung — große weiße Aufschrift auf farbigem Grund, ohne Sonne und Strauch; größere Zeichnung der St.-Nikolaus-Kirche
EntwurfAlfons Mucha
DruckBuchdruck, Česká grafická Unie, Prag; Druckplatten zu je 100 Markenfeldern
KatalogPOFIS 7 (7a–7d) · MERKUR 7 · Michel 26 · SG 26
Auflage112 504 400  (geschnitten: 52 031 400 · amtlich gezähnt: 60 473 000)
DruckplattenPlatten I, II, VII (ziegelrote Gruppe) · Platten III–VI (zinnoberrote Gruppe)
Belegte VerwendungJuni 1919 – April 1921 (nach der Statistik von 6 243 datierten Stempeln)

Zur Geschichte der Ausgabe

Die ersten tschechoslowakischen Briefmarken entstanden in der überstürzten Zeit nach der Gründung der Republik. Am 1. November 1918 schlug Ministerialrat Viliam Elias das Motiv Hradschin vor, und schon am 18. Dezember 1918 erschienen die ersten Werte zu 5 h und 10 h. Die Ausgabe Hradschin umfasste schließlich fünf verschiedene Zeichnungen und 26 Werte, von denen 14 auch in gezähnter Ausführung erschienen.

Die Druckerei der Česká grafická Unie war auf die Herstellung von Briefmarken nicht vorbereitet — die veralteten Buchdruckmaschinen ließen eine Vielzahl von Druckfehlern und Abweichungen entstehen. Gerade deshalb ist die Ausgabe, und der Wert 15 h ganz besonders, ein so dankbares Feld für das spezialisierte Studium.

Der Wert 15 h gehört zu den beliebtesten: sieben Druckplatten, immer noch diskutierte Farbtöne, acht Zähnungsmaße und eine Fülle von Typen und Plattenfehlern.

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